23.08.04
Reisepass für
Hund, Katz &
Co. – Pflicht ab 01. Oktober 2004
Neuer
Heimtierausweis für
sämtliche Länder der Europäischen Union
Ohne Papiere kommen auch Hunde und Katzen ja schon lange nicht mehr über die Grenze. Wenigstens nicht, wenn sie offiziell mit Herrchen und Frauchen reisen. Als Tierhalter mussten Sie mit ihren Lieblingen bislang vor Länderreisen immer zum Tier- und zum Amtstierarzt. Das wird in Zukunft einfacher: Sie müssen künftig nur noch zu einem Doktor. Der untersucht, impft - und stellt einen Pass aus, der in allen europäischen Ländern gilt. Die neue Verordnung "Nr. 998/2003" der Europäischen Union soll Menschen das Reisen mit ihren Haustieren erleichtern. Künftig erhalten Heimtiere aus Europa einen einheitlichen Pass erhalten, der in allen EU-Ländern gültig ist:
Die größte Erleichterung, die die neue Regelung mit sich bringt: Mussten Tierhalter vor Antritt einer Reise in verschiedene EU-Mitgliedsstaaten mit Ihren Tieren noch zum Amtstierarzt, bleibt ihnen dieser Weg in Zukunft erspart. Sie können alle Vorbereitungen beim Hof- oder Haustierarzt erledigen lassen. Der sorgt für die notwendigen Impfungen und er stellt auch den neuen Heimtierpass aus: Hunde, Katzen und Frettchen, die auf Reisen in andere EU-Mitgliedstaaten mitgenommen werden, müssen gegen Tollwut geimpft sein, was der Tierarzt im EU-Heimtierpass zu bestätigt hat. Des Weiteren müssen sie mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung markiert sein. Über Tätowierung oder Chip sind die Tiere dann europaweit eindeutig zu identifizieren - die Chips werden an den Zollstationen mit einem speziellen Gerät abgelesen. Wegfallen sollen mit der neuen Regelung auch langwierige Prozeduren an den Grenzübergängen - der EU-Heimtierausweis macht schnelles Abfertigen möglich. Weil es selten eine Regel ohne Ausnahmen gibt: Für Reisen nach Irland, Schweden und in das Vereinigte Königreich gelten zusätzliche Regeln - so muss der Tollwutimpfschutz in einer Blutprobe nachgewiesen werden und bewiesen sein muss auch eine Behandlung gegen Bandwürmer und Zecken. Unkomplizierter wird der Grenzübergang allerdings nur, wenn die Tierbesitzer den Heimtier-Pass auch in der Tasche haben. Wer ohne ihn reist, muss im Einzelfall mit Sanktionen des jeweiligen Mitgliedstaates rechnen - die reichen bis hin zur Quarantänisierung des Tieres und sind mit hohen Kosten für den Halter verbunden.